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Die Wahl-Schwindler

zuletzt bearbeitet am 15.12.2025

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Ein Wahlplakat der Grünen zur Bundestagswahl 2021 forderte "Keine Waffen und Rüstungsgüter in Kriegsgebiete." Auf ihrem Twitter-Account (jetzt X) wurde ein entsprechendes Bild mit folgendem Kommentar veröffentlicht:

"Wir setzen uns für ein Exportverbot von Waffen und Rüstungsgütern an Diktaturen, menschenrechtsverachtende Regime und in Kriegsgebiete ein. Für Deutschland werden wir ein Rüstungsexportkontrollgesetz vorlegen. Das willst du auch? Dann wähl GRÜN am 26. September!"

Wahlplakat der Grünen 2021: Keine Waffen und Rüstungsgüter in KriegsgebieteBildschirmfoto

Offenbar ist das Schamgefühl der Bündnisgrünen ziemlich unterentwickelt. Denn der Post ist aktuell immer noch abrufbar (Stand 15.12.2025).

Quelle: Twitter-Tweet der Grünen vom 21.9.2021 extern🡽

Wir wissen, was aus dem Wahlversprechen geworden ist. Kein Mensch zweifelt daran, dass die Ukraine seit dem Einmarsch von russischen Streitkräften am 24. Februar 2022 Kriegsgebiet ist. Die frühere Parole aus den 80ern "Frieden schaffen ohne Waffen!" wurde von den Grünen beerdigt. Inzwischen fordert Anton Hofreiter: "Je mehr Waffen wir liefern, desto schneller endet der Konflikt". Und die ehemalige grüne Außenministerin Annalena Baerbock warnte Europa vor "Kriegsmüdigkeit". Ist das etwa die "feministische Außenpolitik", die sie propagierte? Schönen Dank auch!

Friedensdemonstration am 25.2.2023 vor dem Brandenburger Tor mit Zitaten gegen den Krieg von Erich Maria Remarque und Heinrich BöllFriedensdemo am 25.2.2023 © KopfsplitterFoto

Am 25. Februar 2023 fand eine Demonstration mit über 13.000 Menschen vor dem Brandenburger Tor in Berlin statt, zu der Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer aufgerufen hatten. Der Protest richtete sich unter der Parole "Aufstand für den Frieden" unter anderem gegen Waffenlieferungen in die Ukraine.

Auf der Demo wurden Plakate mit Zitaten gegen den Krieg von Erich Maria Remarque und Heinrich Böll mitgeführt.


Das Zitat von Erich Maria Remarque lautete:

"Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg, bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind. Besonders die, die nicht hin müssen."

Und von Heinrich Böll war zu lesen:
"Solange noch ein Mensch auf der Erde verhungert, ist jede Waffe eine Gotteslästerung."

Ausgerechnet Heinrich Böll ist Namensgeber der politischen Stiftung der Bündnisgrünen, dessen Haltung sie sich in ihrer Arbeit angeblich verpflichtet fühlen. Was der heute wohl über die grünen Waffenfetischisten sagen würde?

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