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GEZ-Gelder bei der Arbeit

zuletzt bearbeitet am 15.12.2025

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Der Medienstaatsvertrag (MStV) regelt Pflichten und Rechte der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Deutschland. In § 26 Absatz 2 können wir lesen:

"Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sind bei der Erfüllung ihres Auftrags der verfassungsmäßigen Ordnung und in besonderem Maße der Einhaltung journalistischer Standards, insbesondere zur Gewährleistung einer unabhängigen, sachlichen, wahrheitsgemäßen und umfassenden Information und Berichterstattung wie auch zur Achtung von Persönlichkeitsrechten verpflichtet. Ferner sollen sie die einem öffentlich-rechtlichen Profil entsprechenden Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit achten und in ihren Angeboten eine möglichst breite Themen- und Meinungsvielfalt ausgewogen darstellen."

Wir reiben uns die Augen. Da steht's doch. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sollen die "Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit achten und in ihren Angeboten eine möglichst breite Themen- und Meinungsvielfalt ausgewogen darstellen". Und wie sieht die Wirklichkeit aus?

Es gibt unzählige Beispiele für die Verletzung dieser Pflicht. Und mit jedem Sendetag kommen weitere hinzu. An dieser Stelle kann leider nur eine winzige Auswahl wiedergegeben werden.

Dunja Hayali "Haltungsjournalistin" Dunja Hayali (Bildschirmfoto)

Wie kann z. B. eine Dunja Hayali, die "Gewährleistung einer unabhängigen, sachlichen, wahrheitsgemäßen und umfassenden Information und Berichterstattung" einhalten, da sie sich selbst doch als "Haltungsjournalistin" bezeichnet? Das schließt sich gegenseitig aus.

Zum Mord an dem US-amerikanischen Aktivisten und Podcaster, Charlie Kirk, am 10. September 2025 hatte Hayali in ihrer Moderation im "Heute Journal" gesagt:

"Dass es nun Gruppen gibt, die seinen Tod feiern, ist mit nichts zu rechtfertigen, auch nicht mit seinen oftmals abscheulichen, rassistischen, sexistischen und menschenfeindlichen Aussagen.

Und weiter meinte sie:

"Offensichtlich hat der radikal religiöse Verschwörungsanhänger aber auch genau damit einen Nerv getroffen."

Das fanden zahlreiche Zuschauer unpassend und pietätlos. Manche empörten sich in nicht akzeptabler Weise in Online-Kommentaren über Hayali. Diese machte nun wiederum einige dieser Beschimpfungen öffentlich und stellte sich als bedauernswertes Opfer dar.

Zur Klarstellung: Das Opfer ist nicht die ZDF-Moderatorin Dunja Hayali. Das einzig wirkliche Opfer heißt Charlie Kirk und der wurde in aller Öffentlichkeit ermordet. Und das während einer Diskussion mit jungen Menschen, die andere Anschauungen als er hatten. Man muss nicht immer seiner Meinung sein, aber was für eine Debattenkultur! So etwas kennen wir in Deutschland schon lange nicht mehr. Da wurde nicht ausgegrenzt, verhöhnt und niedergebrüllt. Das waren und sind (weil immer noch im Internet erlebbar) total spannende Dialoge auf Augenhöhe, die zum eigenen Nachdenken anregen. Wenigstens daran könnten sich Hayali und ihresgleichen ein Beispiel nehmen.

Zur Empfindlichkeit von Hayali kann ich noch einen eigenen Beleg beisteuern. Über Patricia Schlesinger, ehemalige Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB), die im August 2022 zurücktreten musste, nachdem ihr zahlreiche Vorwürfe der Vorteilsnahme und Vetternwirtschaft zur Last gelegt geworden waren, schrieb ich einen kurzen Post auf dem Twitter-Account von Hayali:

"Frau Schlesinger steht beispielhaft für den RBB und den ÖRR. Der Fisch stinkt vom Kopf her."

Und, zack, hatte mich Hayali blockiert. Diese Frau erhöht sich selbst. Wie so viele ihrer selbstgerechten Kolleginnen und Kollegen nutzt sie ihre Macht und teilt gerne aus gegen andere, deren Meinungen nicht genehm sind. Kritik an der eigenen Person wird mit einem Angriff gegen den Staat oder gegen "unsere" Demokratie gleichgesetzt.

Elmar Theveßen, Leiter des ZDF-Studios in Washington Elmar Theveßen (Bildschirmfoto)

Ein anderer ZDF-Mitarbeiter, Elmar Theveßen, Leiter des Studios in Washington, behauptete über Charlie Kirk, dass dieser gefordert habe, Homosexuelle zu steinigen. Das war schlicht gelogen, weil er Kirks Position in ihr völliges Gegenteil entstellt hatte. Immerhin entschuldigte er sich später für seinen Fehler. Eine absolute Seltenheit beim ÖRR.

Aber auch die ARD hat einige Qualitätsjournalisten aufzubieten. So schrieb Nils Dampz, ARD-Studio Los Angeles, nach der Twitter-Übernahme durch den Tech-Milliardär Elon Musk am 5. November 2022 auf tagesschau.de unter der Überschrift "Sieben Tage der Zerstörung":

"Musk hat auch angekündigt, dass Twitter zum ‚Marktplatz der Debatte‘ werden solle. Aber auf seinem ‚Marktplatz‘ sollen offenbar auch rassistische oder verschwörerische Ratten aus ihren Löchern kriechen dürfen. Twitter kann nur relevant bleiben, wenn genau diese Ratten – um im Marktplatzbild zu bleiben – in ihre Löcher zurück geprügelt werden."

Die Tagesschau sah sich nach heftigen Protesten genötigt, den Text zu ändern und teilte mit:

"In einer früheren Version wurde der Begriff 'rassistische oder verschwörerische Ratten' verwendet. Die Passage wurde geändert. Wir bitten um Entschuldigung für die Wortwahl. Es war nie das Ziel, jemanden zu entmenschlichen."

Grafische Statistik zum Ergebnis einer Journalismusbefragung 2024 der TU Dortmund Grafische Statistik zum Ergebnis einer Journalismusbefragung 2024
Quelle: Statista extern🡽 15.12.2025

Das Ergebnis einer 2024 durchgeführten Journalismusbefragung der TU Dortmund ist eindeutig: Journalistinnen und Journalisten in Deutschland sind mehrheitlich Anhänger der Partei Bündnis 90/Die Grünen. Weit dahinter folgt auf Platz zwei die SPD mit einem Anteil von 16 Prozent. Alle anderen Parteien dümpeln im einstelligen Bereich rum. AfD-Sympathisanten gibt es offenbar nicht. Rund ein Viertel der Befragten gaben an, keiner Partei nahezustehen.

Auch wenn die Umfrage den ganzen Medienbereich als Grundlage hat, kann davon ausgegangen werden, dass die Verteilung bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten nicht viel anders aussieht.

Ein besonders dümmliches Beispiel für die Genderitis bei den ÖRR verdanken wir dem Westdeutschen Rundfunk, bei dem gleich mehrere Moderatoren den Beruf der Krankenschwester zur "Krankenschwester*in" verhunzten. In ihrem Genderwahn konnte ihr Gehirn einfach nicht merken, dass es überhaupt keinen Sinn macht, einer weiblichen Form noch ein weibliches "in" anzuhängen. Immerhin sorgten sie für einige Tage Schadenfreude in den sozialen Medien.

Nicht so lustig war jedoch ein Video, das der WDR veröffentlichte. Darin singt der Kinderchor des Senders eine umgeschriebene Variante von "Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad". Der geänderte Text lautet jetzt: "Meine Oma fährt im SUV beim Arzt vor, sie überfährt dabei zwei Opis im Rollator, meine Oma ist 'ne alte Umweltsau".

Apropos Sau. Auf die Schweinereien von Patricia Schlesinger will ich hier nicht eingehen. Aber ein ähnlicher Skandal betrifft die Ex-Programmdirektorin des RBB, Claudia Nothelle. Obwohl diese nur sieben Jahre beim Rundfunk Berlin-Brandenburg beschäftigt war und 2017 mit 53 Jahren ausschied, steht ihr nach einem Urteil des Berliner Arbeitsgerichts ein lebenslanges Ruhegeld von sagenhaften 8.400 Euro im Monat zu. Für's zukünftige Nichtstun. Dem RBB droht damit insgesamt eine Belastung von über vier Millionen Euro. Dazu kommen noch horrende Anwaltskosten. Nicht das Urteil ist der Skandal, sondern dass der RBB solche einseitigen Verträge mit seinen Mitarbeitern abgeschlossen hat. Aber die Verantwortlichen konnten großzügig sein. Es war ja nicht ihr Geld, sondern das Geld der Zwangsgebührenzahler.

Julia Ruhs Julia Ruhs (Bildschirmfoto)

Im September 2025 schlug der Skandal um Julia Ruhs hohe Wellen. Das "Problem": Im neuen Reportageformat "Klar – Was Deutschland bewegt" wurden auch mal andere Sichtweisen behandelt als sonst im ÖRR üblich. Anja Reschke, die linke Haltungsikone vom ARD, verpasste der Sendung das Label "ein bisschen rechtsextrem" und flugs distanzierten sich etwa 250 NDR-Mitarbeiter in einem internen Brief von der Kollegin. Das Ergebnis war, dass der NDR die Journalistin aus der eigenen Diskussionssendung warf. Künftig wird Ruhs nur noch für die Ausgaben zuständig sein, die beim Bayerischen Rundfunk produziert werden. Sie musste dafür büssen, dass sie einfach nur nicht links genug ist. Selbst eine einzige halbwegs konservative Journalistin ist dem ÖRR schon eine zu viel.

Die BBC ist eine öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt Großbritanniens und wird wie ARD und ZDF ebenfalls hauptsächlich durch Rundfunkgebühren finanziert. Im November 2025 traten der Generaldirektor und die Chefin der Nachrichtenredaktion zurück, nachdem u. a. bekannt geworden war, dass in einer BBC-Sendung kurz vor der amerikanischen Präsidentschaftswahl im November 2024 manipuliert wurde, um den Kandidaten Donald Trump zu schaden. Es wurden nämlich zwei Zitate so aneinandergefügt, als hätte Trump seine Anhänger zum Sturm auf das Capitol aufgerufen.

Dieses Fehlverhalten ihrer britischen Kollegen entschuldigten die Tagesthemen mit einem "Schnittfehler". Da treten also zwei hochrangige Manager wegen eines läppischen "Schnittfehlers" zurück. Wer sein Publikum so wenig ernst nimmt, der wird auch sonst ziemlich lax mit der Wahrheit umgehen.

Nein, ARD und ZDF sind nicht mehr reformierbar. Der Sumpf muss trockengelegt werden. Und da sollte man nicht die Frösche fragen, die darin leben. Jedem bleibt es natürlich unbenommen, diese Art von "Qualitätsjournalismus" zu konsumieren und zu bezahlen. Falls Sie dann doch gelegentlich Kritik und Anregungen vorbringen möchten, gibt es an dieser Stelle entsprechende Linkhinweise (kostet nichts):


Deutsch ARD-Programmbeschwerden extern🡽 15.12.2025

Wenn Sie eine Programmbeschwerde bei der ARD einreichen möchten, müssen Sie sich an den Rundfunkrat der für die jeweilige Sendung zuständigen Landesrundfunkanstalt wenden. Senden Sie Ihre Beschwerde also an den Rundfunkrat der Landesrundfunkanstalt, die für das Programm verantwortlich ist (z. B. WDR, BR, NDR usw.). Wenn Sie auf diesen Link klicken, erhalten Sie die entsprechenden Kontaktmöglichkeiten.


Deutsch ZDF-Programmbeschwerden extern🡽 15.12.2025

Die Programmbeschwerde an den Fernsehrat muss sich auf eine bereits ausgestrahlte Sendung oder einen Beitrag beziehen. Über die Seite ist das Beschwerdeformular zu erreichen.


Deutsch Tagesschau-Korrekturen extern🡽 15.12.2025

Wenn diese Seite aufgerufen wird, kann es durchaus etwas länger dauern. Die ellenlange Auflistung der Fehler braucht halt Zeit.


Deutsch ZDF-Korrekturen extern🡽 15.12.2025

"In eigener Sache" listet das ZDF seit September 2018 "Korrekturen und Richtigstellungen" zu seinen Sendungen auf. Im Jahre 2024 waren das z. B. 40. Ob die Fehlerliste wirklich komplett ist, scheint fraglich.

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