[EDV] Das Unicode-System

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Einen aktuellen Lösungsansatz zur Problematik unterschiedlicher Zeichensätze will ich aber ausdrücklich hervorheben. Es wird nämlich an einem einheitlichen Zeichensatz gearbeitet, der mittelfristig das heute übliche System der Zeichensätze ablösen soll: das Unicode-System. Ein System mit englischen, deutschen, russischen, arabischen, chinesischen, japanischen u.a. Zeichen.

Dazu muß dann aber die Regel 1 Zeichen = 1 Byte aufgehoben werden. Wenn für jedes Zeichen 2 Bytes zur Verfügung stehen, ergeben sich nämlich satte 65.536 Bit-Kombinationen (256 mal 256). Chinesische User kennen das schon. Kleiner Nachteil: Jedes Zeichen verbraucht den doppelten Speicherplatz. Also auch die von uns benutzten alphabetischen, die ja eigentlich mit einem Byte zufrieden wären.

Aber das ist Zukunftsmusik. Zurück zur Gegenwart. Heutzutage behilft man sich mit der Umschaltung auf den benötigten Zeichensatz. So ist es in Windows gar nicht so schwer, z.B. den türkischen Zeichensatz zu laden. Unten in der Taskleiste erscheint dann eine entsprechende Anzeige und per Mausklick kann zwischen der deutschen und türkischen Sprache gewechselt werden.

Auch beim Surfen im Internet können andere Spracheinstellungen gewählt werden. Japanisch ist bei mir nicht installiert. Sie sehen daher im folgenden Bild den Screenshot (Bildschirmfoto) eines Besuchs bei der japanischen Ausgabe des Suchdienstes Infoseek:

Infoseek

Die vielen Quadrate sind (japanische) Schriftzeichen, die vom Programm mangels Japanisch-Kenntnissen nicht dargestellt werden können. Man kann zwar Suchbegriffe eingeben und Infoseek zeigt brav Ergebnisse an. Nur lesen kann man die nicht, sofern sie in japanischer Sprache (besser: Schrift) sind.

Wenn das Unicode-System verwirklicht ist, hätten die netten Quadrate ausgedient und wir könnten lesen wie die Japaner. Allerdings wären Japanisch-Kenntnisse von Vorteil.

Die japanischen Schriftzeichen oben sind Bestandteil einer Grafik, wahrscheinlich Bannerwerbung. Und daran sieht man dann auch gleich, daß Grafikformate viel besser als die Textzeichen dargestellt werden können. Sie sind universal. Auch die Word-Beispiele weiter oben sind Grafiken. So konnte ich sicher sein, daß die Schriftarten korrekt dargestellt werden. Nachteil: Mehr Bytes und nicht durchsuchbar.

Aber das ist schon wieder ein anderes Thema...

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http://www.kopfsplitter.de © 2002 Jürgen Patalong